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Reise nach Jerusalem

October 1, 2017

 

Weiter ging es von Tel Aviv nach Jerusalem. Das funktioniert mit dem Bus ganz gut und man ist in ca. einer Stunde dort. Die Stadt ist völlig anders als Tel Aviv, das fällt sofort auf, denn es sind viele orthodoxe Juden auf der Straße. Für mich ein seltsames Bild. Nach wenigen Tagen gewöhnt man sich jedoch daran. Da wir noch keinen Überblick hatten, sind wir erst einmal mit dem Taxi zum Hotel gefahren. 

 

Das Hotel liegt schön zentral, in der Nähe des muslimischen Viertels. Da das Zimmer noch nicht bezugsfertig war, haben wir erst mal ein leckeres, vegetarisches Shawama gegessen. 

 

Die Altstadt von Jerusalem

 

Wo fängt man an in Jerusalem? Da wir in der Nähe der Altstadt wohnen, fangen wir dort an. Laufen Treppen hoch, staunen darüber, dass wir diesen Gang durch den Geschichtsunterricht antreten. Es ist nicht so heiß, wie in Tel Aviv und wir wollen unbedingt den Felsendom sehen. 

Leicht gesagt, wir scheitern an drei verschiedenen Gates, weil dort Soldaten postiert sind, die uns erklären, dass der Zugang morgen von 7-11 Uhr möglich ist. Heute nicht. 

Schade, so haben wir die Altstadt kreuz und quer erkundet und sind dann doch irgendwann an der Klagemauer gelandet, wo ordentlich was los war. Die Klagemauer ist getrennt, an der rechten Seite beten die Frauen, links die Männer. Es waren viele Polizisten dort und Menschen, die laute Trillerpfeifen dabei hatten. Es wurde laut geklagt und protestiert. Grund dafür ist das Gebetsverhalten der Frauen, dass von den orthodoxen Juden nicht toleriert wird. Unverständlich für mich. Zeigt aber, wie eine so moderne Stadt wie Jerusalem, von traditionellen ultraorthodoxen Juden immer noch beeinflusst wird.

 

 Felsendom und Bethlehem

 

Am nächsten Tag schaffen wir den Gang zum Felsendom. Der einzige Zugang für Touristen ist die hässliche Brücke an der Klagemauer. Wir haben unseren Ausweis mitgenommen und waren recht aufgeregt. Zu recht. Denn wenn man dann vor dem Dom und der Al-Asqa Moschee steht, ist das schon sehr mystisch.

Wir haben uns viel Zeit genommen und aus allen möglichen Positionen Fotos gemacht. Wunderbar war das. Tags zuvor haben wir gesehen, dass ab Damaskus Gate Busse nach Bethlehem fahren. Da es noch früh war, haben wir uns das vorgenommen.

 

Die Fahrt nach Bethlehem war unkompliziert und dauerte nicht lange. Wir stiegen aus dem Bus aus und standen direkt vor einem Checkpoint. Ich wusste wirklich nicht, dass wir hier richtig durchgeschleust werden. Zum Glück hatten wir unsere Ausweise dabei. Nach der Kontrolle standen wir an einem Platz mit vielen Taxen. Es gibt keinen Bus, der die restlichen 7 KM bis nach Bethlehem fährt. Also haben wir nach langen Verhandlungen ein Taxi genommen, das kostete hin- und wieder zurück 80 Schekel. Außerdem hat er uns zu den Sehenswürdigkeiten hingefahren und noch einiges erklärt. 

Die Geburtskirche und die Mauer zu Palästina sowie das Flüchtlingslager. Wir sind durch den Ort geschlendert und haben was gegessen. Es ist nett, aber mehr auch nicht. Die Geburtskirche fand ich auch nicht so spektakulär.

 

 

 

Altstadt und Spaziergang auf der Stadtmauer

 

Eher zufällig haben wir entdeckt, dass man auf der Stadtmauer spazieren kann und somit einen super Ausblick auf die Stadt, den Berg Zion und die Altstadt hat. Der Eingang befindet sich am Jaffa-Tor. Man zahlt 14 NIS und kann bequem die Mauer entlang laufen. Ein echt tolles Erlebnis. Am Ende sind wir ungefähr an der Klagemauer wieder ausgekommen und konnten noch den Blick auf den Felsendom in der Abendsonne genießen,

 

Am Abend haben wir in der Neustadt noch gut gegessen, in der Altstadt ist ab ca. 18 Uhr das meiste geschlossen. Man kann laufen (ca. 1,5-2 KM) oder mit der Tram fahren. Geht alles superbequem. Für den nächsten Tag planen wir eine Busfahrt ans tote Meer. Die Fahrt dauert ca. 2 Stunden. Im Bus ist es kühl und wir haben WLAN.

 

 

Das tote Meer

 

Die Fahrt ans tote Meer nach En Gedi ist abwechslungsreich. Aus der Stadt heraus, wird es zwar immer karger, aber es gibt doch viel zu sehen. Immer wieder werden Camps angefahren, an denen Soldaten aussteigen. Am Ziel trifft uns wahrlich der Schlag. 
47 Grad Lufttemperatur macht schon fast den Gang zum Strand zur Qual. Es herrscht eine merkwürdige Stimmung. Die heiße Luft wabert um der Strand ist nicht sehr voll.

Im Hinterland türmen sich Hotels, die einigermaßen in die Landschaft integriert sind. Wir breiten unsere Handtücher aus und wagen den Gang ins Wasser.

Eine Abkühlung ist das nicht. Die Wassertemperatur lag gefühlt bei Badewannentemperatur. Man hat da Gefühl, sich in einer salzigen Lake zu bewegen, die den Körper trägt. Das ist auch so. Wie ein bulgarischer Weichkäse wabere ich im Wasser, lege mich auf die Oberfläche und bleibe einfach drauf liegen. Wie auf einer Luftmatratze. 

Danach ist er mal gründliches Abduschen angesagt, eine kleine Erfrischung.

Viel unternehmen kann man bei der Hitze nicht. Wir holen uns in dem angenehm gekühlten Shop noch etwas zu essen und zu trinken, beobachten die anderen Menschen und wollen dann irgendwann wieder den Bus nach Jerusalem nehmen. Der ist leider überfüllt, so dass wir mit dem Sherut, ein Kleinbus, zurück fahren. 
Der Bus ist teurer, aber die Fahrt dauert auch nicht ganz so lange, weil die Camps nicht angefahren werden.  Am nächsten Tag wollen wir weiter nach Mitzpe Ramon fahren. Das ist ein Ort in der Wüste Negev.

 

 

 

Jerusalem im christlichen Viertel

 

Die letzten beiden Tage haben wir noch in der heiligen Stadt verbracht. Dieses Mal haben wir ein anderes Hotel gewählt. Die St. George Pilgerstätte ist eine wahre Oase. Innerhalb des Kirchengebäudes mit einem wunderbaren Garten. Wirklich eines der schönsten Unterkünfte, die wir während der Reise hatten. Der Garten ist ein Traum, das Zimmer riesig und die Ruhe ein Geschenk. 

 

Nicht verpassen sollte man den Mahana Jehuda Markt in Jerusalem.  Hier gibt es alles, was man sich nur wünschen kann. Obst, Gemüse, Fleisch, Kaffee, Gewürze und und und. Ein echtes Sinneserlebnis. Wir haben uns in ein Cafe gesetzt und dem Treiben zugeschaut und dabei einen Wein genossen.

Wir waren an einem Freitag dort und da ist es sehr laut und sehr voll. Gut gegessen haben wir am Abend im Nagila, in der Nähe des Marktes.

DIe Straßen der Neustadt sind voller Leben und guten Restaurants und Cafes.

Jerusalem, wir sehen uns sicher wieder.

 Teil 1 meiner Reise: Tel Aviv

 

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